»Gab es irgendein Schema für seine Opfer?«

»Nein, das gab es nicht. Alles geschah ganz willkürlich. Zwei Bankiers hier, drei Attaches dort - also CIA; ein Staatsminister aus Delhi, ein Industrieller aus Singapur und zahlreiche - viel zu viele - Politiker, im wesentlichen anständige Männer. Man hat ihre Autos auf der Straße in die Luft gejagt, ihre Wohnungen in die Luft gesprengt. Dann gab es ungetreue Ehemänner und Frauen und Liebhaber der verschiedensten Art in verschiedenen Skandalen; er bot Endlösungen für verletzte Eitelkeiten. Keiner war sicher vor ihm; keine Methode war ihm zu brutal oder zu niederträchtig ... Nein, ein Schema hat es nicht gegeben, nur Geld. Er stand immer dem Höchstbietenden zur Verfügung. Er war ein Monstrum - ist ein Monstrum, wenn er noch am Leben ist.«

Wieder beugte sich Havilland vor, und seine Augen musterten McAllister scharf. »Sie sagen, er sei untergetaucht. Einfach so?

Ist Ihnen nie irgend etwas zugetragen worden - keine Gerüchte von unseren Botschaften in Asien oder den Konsulaten?«

»Natürlich wurde geredet, aber Bestätigungen gab es nie. Die Geschichte, die ich am häufigsten hörte, kam von der Polizei in Macao, wo Borowski angeblich zuletzt gesehen wurde. Es hieß, er sei nicht tot und habe sich auch nicht zurückgezogen, sondern sei nach Europa gegangen, um sich dort wohlhabendere Klienten zu suchen. Wenn das stimmt, könnte das

möglicherweise nur die Hälfte der Geschichte sein. Die Polizei behauptete auch, sie habe von Informanten gehört, daß Borowski ein paar Kontrakte schiefgelaufen seien; daß er in einem Fall den falschen Mann getötet habe, eine führende Persönlichkeit in der Unterwelt von Malaysia. Und in einem anderen Fall heißt es, er habe die Frau eines Klienten



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